Teurer Ausbau

Telekom prüft Glasfaserausbau auf Wunsch

Die Telekom soll laut "Welt am Sonntag" testen, ob es möglich ist, jedem Kunden einen Glasfaseranschluss zur Verfügung zu stellen, sofern dieser die Kosten selbst trägt. Ein flächendeckender Ausbau sei aus wirtschaftlichen Gründen kaum machbar.

Telekom© Deutsche Telekom AG

Berlin - Die Deutsche Telekom (www.telekom.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.) setzt aktuell auf eine Beschleunigung des eigenen Netzes mittels Vectoring. Einen flächendeckenden Glasfaserausbau in Deutschland sieht der Bonner Konzern dagegen offenbar nicht als realistisch an. "Die 80 Milliarden Euro, die ein flächendeckender Glasfaserausbau kostet, hat niemand", erklärte Telekom Deutschland-Chef Niek Jan van Damme jetzt gegenüber der "Welt am Sonntag".

Telekom will Kupferleitungen weiter ausreizen

Stattdessen soll vor allem das veraltete Kupferkabel weiter genutzt und modernisiert werden. "Warum sollten wir nicht erst die Kupferleitungen ausreizen, da ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht", so van Damme. Es müsse zur Verlegung von Glasfaserleitungen nicht ganz Deutschland aufgebuddelt werden. Der Bandbreitenbedarf lässt sich nach Ansicht der Telekom in den kommenden Jahren durchaus noch über das bestehende Kupfernetz befriedigen.

Wer dennoch per Glasfaser surfen möchte: Die Telekom teste, ob jedem Kunden auf Wunsch ein Glasfaseranschluss zur Verfügung gestellt werden kann. Die Kosten müssten die Kunden aber selber tragen. "Aber das kann teuer für ihn werden", betont der Telekom-Manager.

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