Glasfaserausbau

Telekom: Einblasen von Glasfaser spart Tiefbau-Arbeiten

Auf einer Strecke von bis zu drei Kilometern am Stück lassen sich Glasfaser laut Telekom im Idealfall mit Pressluft in einem Leerrohr unter die Erde verlegen. Teure Tiefbauarbeiten sind dadurch oft nicht erforderlich.

Glasfasernetz© zentilia / Fotolia.com

Bonn – Highspeed-Internet lässt sich unter anderem über Glasfaseranschlüsse realisieren. Doch wie finden die empfindlichen Glasfaserleitungen ihren Weg unter die Erde? Tiefbauarbeiten entlang der gesamten Strecke sind inzwischen nicht mehr erforderlich. Wie die Deutsche Telekom (www.telekom.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.) aktuell in ihrem Firmenblog erläutert, setzt der Bonner Konzern stattdessen auf das sogenannte Einblasen der Glasfaserleitung.

Glasfaserverlegung mit Geschwindigkeit von bis zu 100 Metern pro Minute

An einer Stelle wird eine Grube ausgehoben. Zum Einsatz kommt dort ein Pressluftkompressor: Unter einem Druck von 4 Bar wird das Glasfaserkabel in ein Kunststoffröhrchen von nur rund 8 Millimetern Umfang gepresst. Dabei wird das Glasfaserkabel bis zu 100 Meter pro Minute weitergeschoben. Zuvor wurde ein sogenannter Molch, ein Schaumstoffteil, durch das Rohr geschossen. Dieser soll den Durchgang gewährleisten und für Schmierung sorgen.

Bei dem eigentlichen Einblasen der Glasfasern ist besondere Vorsicht angesagt. Im Idealfall sollen sich die Glasfaserkabel bis zu drei Kilometer am Stück einblasen lassen. Häufig würden jedoch Hindernisse wie starke Steigungen in den Trassen, Kurven im Leerrohr oder fehlerhaft verlegte bzw. beschädigte Leerrohre einen solch schnellen Fortschritt erschweren. Dadurch würde der Glasfaserausbau nicht nur zeitlich ins Wanken geraten, sondern sich auch verteuern. An anderer Stelle müsse für den nächsten Versuch erneut eine Grube ausgehoben werden.

200 Kilometer Glasfaser für den Kreis Emmendingen

Die Einblastechnik wird auch im baden-württembergischen Kenzingen im Kreis Emmendingen für den Glasfaserausbau genutzt. Vor Ort werden die Arbeiten von den Glasfaser-Einblas-Spezialisten der Firma P.O. Bau übernommen. Seit drei Monaten baut die Telekom nach eigenen Angaben in der Region das Breitbandnetz aus. Innerhalb von zwei Jahren sollen 68.000 Haushalte mit bis zu 100 Mbit/s schnellen Internetzugängen versorgt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sei in dem Landkreis die Verlegung von zusätzlich 200 Kilometern Glasfaser erforderlich.

Im Video demonstrieren die Telekom-Experten dem Telekom-Blogger den Glasfaser-Einblasevorgang.

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Info: Was ist FTTH?

FTTH bedeutet, dass das Glasfaser-Kabel bis zum Gebäude verlegt wird - so lassen sich höhere Internet-Geschwindigkeiten realisieren.

So funktioniert Glasfaser © Deutsche Telekom AG