Glasfaserausbau

BUGLAS-Unternehmen versorgen rund 70 Prozent aller FTTB/H-Kunden

Der Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) sieht seine Mitgliedsunternehmen als Haupttreiber des Glasfaserausbaus in Deutschland. NetCologne, M-net & Co. würde den Löwenanteil des FTTB/H-Ausbaus stemmen.

FTTH© Silvano Rebai / Fotolia.com

Köln – Im europäischen Vergleich ist es in Deutschland um die Verfügbarkeit von direkten Glasfaseranschlüssen in die Gebäude bzw. Wohnungen (FttB/H) weiterhin nicht gut bestellt. In dem aktuellen Ranking des FttH Council Europe von September 2016 landet Deutschland mit einer Haushaltspenetration von lediglich 1,6 Prozent für FTTH/B vor Österreich (1,2 Prozent) auf dem vorletzten Platz. An der Spitze liegen Lettland (45,2 Prozent), Schweden (40,7 Prozent) und Litauen (40,3 Prozent). Dennoch verweist der Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) am Montag in einer Mitteilung auf die bisherigen Erfolge der Verbandsunternehmen beim Glasfaserausbau hierzulande.

BUGLAS-Unternehmen wollen 2017/18 rund 650.000 Glasfaseranschlüsse realisieren

Rund 70 Prozent aller FttB/H-Kunden in Deutschland würden von BUGLAS-Unternehmen versorgt. Dazu zählen regionale Telekommunikationsanbieter wie NetCologne (www.netcologne.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.), M-net (www.m-net.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.), wilhelm.tel oder elementmedia. "Die BUGLAS-Unternehmen haben allein im vergangenen Jahr deutlich über 200.000 Wohn- und Geschäftseinheiten direkt mit Glasfaser angeschlossen", erläutert BUGLAS-Geschäftsführer Wolfgang Heer. "In diesem und im kommenden Jahr werden rund 650.000 weitere folgen. Die entsprechenden Ausbauprojekte sind zum größten Teil bereits angelaufen", so Heer weiter. Die BUGLAS-Unternehmen würden den echten Glasfaseranbau in Deutschland vorantreiben.

BUGLAS: Flächendeckender Glasfaserausbau nur im Wettbewerb zu stemmen

Dennoch sieht auch der BUGLAS hierzulande noch erheblichen Nachholbedarf, um Glasfaser auch in die Fläche zu bringen. "Hier hinken wir vielen anderen Ländern, teilweise bedingt durch sehr unterschiedliche Ausgangsbedingungen, hinterher", betont Heer. Ein Unternehmen alleine könne den FttB/H-Ausbau nicht stemmen. "Wettbewerb ist daher nicht nur der ordnungspolitisch ohnehin beste, sondern sogar der einzige Weg hin zu einem flächendeckenden Glasfaserausbau", erklärt der BUGLAS-Geschäftsführer.

Kooperationen und Wholesale wichtig für weiteren Glasfaserausbau

Neben investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen würden auch Kooperationen eine zentrale Rolle spielen. "Insbesondere in dünner besiedelten Regionen hat sich gerade in den vergangenen drei Jahren gezeigt, dass die Aufteilung der Aufgaben Infrastrukturerrichtung, Netzbetrieb und Vermarktung auf zwei oder mehr Akteure hilfreich sein kann", so Heer.

Chancen für FttB/H sieht der BUGLAS im Bereich Wholesale. Im Rahmen von Open Access würden die BUGLAS-Unternehmen diskriminierungsfrei Zugang zu einem Layer 2 Bitstrom-Vorleistungsprodukt anbieten. Dadurch könnten nicht nur Wettbewerber ihren Kunden schnelle Internetanschlüsse anbieten, auch die Netze würden besser ausgelastet und entsprechend schneller refinanziert. Die Politik fordert der BUGLAS auf, dem Ausbau von FttB/H-Netzen klaren Vorrang vor kurzfristigen Bandbreitenzielen zu geben.

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Info: Was ist FTTH?

FTTH bedeutet, dass das Glasfaser-Kabel bis zum Gebäude verlegt wird - so lassen sich höhere Internet-Geschwindigkeiten realisieren.

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