Aktuelle Ausbauprojekte

BREKO: Alternative Netzbetreiber bringen Glasfaserausbau voran

In mehreren Bundesländern sind Mitgliedsunternehmen des Glasfaserverbandes BREKO derzeit mit Glasfaserausbau-Projekten aktiv. Der Verband stellte am Donnerstag ausgewählte Ausbauvorhaben vor.

BREKO© BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e. V.

Berlin – Der Glasfaserverband BREKO hatte in der vergangenen Woche seine 160-seitige Studie "BREKO Glasfaserkompass 2018/2019" veröffentlicht. Darin werden Glasfaser-Ausbauprojekte der mehr als 170 Mitglieder vorgestellt. Demnach erfolgte zum Stand Mitte 2017 mehr als 82 Prozent des direkten Glasfaserausbaus in Deutschland durch die alternativen Netzbetreiber. Am Donnerstag informierte der BREKO in einem kompakten Fortschrittsbericht über ausgewählte, aktuelle Ausbauprojekte. Wir geben einen Überblick.

EWE TEL: FTTH für über 8.500 Haushalte in Niedersachsen

Der Oldenburger Provider EWE TEL investiert in den kommenden drei Jahren zwölf Millionen Euro in der niedersächsischen Stadt Meppen. Rund 8.500 Haushalte sollen mit Glasfaseranschlüssen per FTTH versorgt werden. Bis voraussichtlich Ende 2017 werden die Tiefbauarbeiten in den Wohngebieten Esters Hof und Kuhweide sowie im Gewerbegebiet Nödike abgeschlossen sein. Bei Beantragung bis zum Jahresende sollen die Glasfaseranschlüsse in diesen Bereichen kostenlos bereitgestellt werden. Weitere Glasfaserausbau-Projekte von EWE TEL gibt es in Twist, Oldenburg Ofenerdiek, Herzlake, Freren, Wirdum, Rhauderfehn, Loquard und Westoverledingen. Insgesamt investiere EWE TEL 1,2 Milliarden Euro, um eine Million Haushalte im gesamten Nordwesten Deutschlands mit Glasfaseranschlüssen auszustatten.

Landkreis Ludwigsburg-Parchim: WEMACOM baut Glasfasernetz aus

Der Schweriner Anbieter WEMACOM wird drei Gebiete des Landkreises Ludwigsburg-Parchim mit Glasfaser ausbauen. Der Baubeginn sei für das Frühjahr 2018 geplant. Gerechnet werde mit etwa 8.500 Anschlüssen. Erforderlich sei der Bau einer 650 Kilometer langen Glasfasertrasse. Von schnellen Glasfaseranschlüssen würden Anwohner und Betriebe in der Region Zarrentin, Wittenburg und Stralendorf, in der Sternberger Seenlandschaft sowie im Raum Eldenburg, Lübz und Plau am See profitieren. Für den Breitbandausbau in der Region fließen vom Bund und vom Land Mecklenburg-Vorpommern Fördermittel in Höhe von knapp 60 Millionen Euro.

Aichelberg erhielt schnelles Internet dank imos

In der Gemeinde Aichelberg am Rande der Schwäbischen Alb steht seit September ein Glasfasernetz zur Verfügung. Hier seien zwei Infrastrukturprojekte miteinander verbunden worden. Während die Energieversorgung Filstal das Gasnetz ausgebaut habe, seien von imos Glasfaserleitungen mitverlegt worden.

Versatel und ediscom: Glasfaser für Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg

Über das Glasfasernetz des Potsdamer Unternehmens e.discom könne 1&1 Versatel künftig Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit Gigabit-Speed von bis zu 100 Gbit/s versorgen. Dank der Kooperation der beiden Anbieter werde dies zunächst in Rostock, Wismar und Greifwald möglich.

Stadtwerke Hilden baut Glasfasernetz in Hilden

Die Stadt Hilden erhält ein Glasfasernetz, das von den Stadtwerken Hilden errichtet werden soll. Noch in diesem Jahr werde mit den Tiefbauarbeiten begonnen. Los gehe es mit einem Gewerbegebiet im Westen von Hilden. Auch private Kunden könnten dort schnelle Glasfaseranschlüsse buchen. Vermarktet werde das Angebot unter der neuen Marke hildenMedia.

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Info: Was ist FTTH?

FTTH bedeutet, dass das Glasfaser-Kabel bis zum Gebäude verlegt wird - so lassen sich höhere Internet-Geschwindigkeiten realisieren.

So funktioniert Glasfaser © Deutsche Telekom AG