ANGA COM

M-net kündigt Start von G.fast an

M-net will noch in diesem Jahr VDSL in Kombination mit G.fast einsetzen. Die Technologie beschleunigt alte Kupferkabel in Gebäuden auf bis zu 1 Gbit/s. Bis in den Keller geht es mit Glasfaser.

M-net Dorit BodeM-net Geschäftsführerin Dorit Bode.© i12 GmbH

Köln – Der Münchener Provider M-net will als erster Anbieter in Deutschland die Datenübertragungstechnologie G.fast einsetzen. Das kündigte der Telekommunikationsanbieter am Dienstag in Köln im Rahmen der Breitbandmesse ANGA COM an. G.fast erlaubt die Realisierung von Gigabit-Speed auf kurzen Distanzen.

35.000 Gebäude werden mit FTTB und G.fast erschlossen

Konkret erschließt M-net im Zeitraum von 2016 bis 2021 mehr als 35.000 Gebäude in Münchener Stadtteilen außerhalb des Mittleren Rings mit FTTB. Glasfaser wird somit bis in die Keller der Gebäude verlegt. Für die letzten Meter bis in die Wohnungen wird die bestehende Kupferinfrastruktur genutzt. Durch Einsatz von G.fast in diesen Gebäuden lässt sich die letzte Kabelstrecke erheblich beschleunigen.

M-net-Chefin Dorit Bode gab noch keine Details zu konkreten Tarifen bekannt, kündigte aber an: "Unsere Kunden können noch in diesem Jahr mit neuen, spannenden Angeboten rechnen". Zunächst soll es bei den bestehenden Bandbreiten von 300 Mbit/s bleiben, höhere Geschwindigkeiten würden je nach Nachfrage der Kunden angeboten. Möglich ist mit G.fast bis zu 1 Gbit/s.

Huawei und AVM als Partner

Technologiepartner von M-net sind Huawei sowie AVM. Huawei liefert die erforderlichen sogenannten DPUs, die die Datensignale aus dem Glasfasernetz in G.fast-Daten umsetzt. Von AVM kommt die Fritz!Box 7582, die neben G.fast auch Supervectoring 35b unterstützt und kompatibel ist zu VDSL-Vectoring, VDSL und ADSL. Mit an Bord ist Unterstützung für WLAN AC mit 1.300 Mbit/s (5 GHz) und WLAN N mit 450 Mbit/s (2,4 GHz).

Günstige Internet-Tarife finden
Werbung

Info: Was ist FTTH?

FTTH bedeutet, dass das Glasfaser-Kabel bis zum Gebäude verlegt wird - so lassen sich höhere Internet-Geschwindigkeiten realisieren.

So funktioniert Glasfaser © Deutsche Telekom AG