Neue Kostenberechnung

FTTH flächendeckend für alle EU-Länder: So viel soll es kosten

Das FTTH Council Europe geht in einer aktuellen Kostenberechnung zur Schaffung flächendeckender FTTH-Glasfasernetze in allen 28 EU-Ländern von Investitionen in Höhe von 137 Milliarden Euro aus.

Europäische Union© mik ivan / Fotolia.com

Brüssel – Schnelle Glasfasernetze auf Basis von FTTH sollen sich in den 28 EU-Ländern laut aktuellen Kostenberechnungen des FTTH Council Europe, einer Branchenorganisation zur Förderung des Glasfaserausbaus, für insgesamt 137 Milliarden Euro realisieren lassen. "FTTH ist in der gesamten EU erreichbar", so das Fazit des FTTH Council Europe. Die erforderliche Investition sei zwar groß, die Herausforderung solle aber auch nicht übertrieben dargestellt werden.

FTTH-Komplettausbau günstiger als Berechnungen der EU-Kommission?

Bei der Berechnung dieser Kosten gingen die Experten von 100 Prozent mit Glasfaser erschlossenen Haushalten und 50 Prozent aktiv angeschlossenen Haushalten aus. Der Milliardenbetrag sei geringer als die von der EU-Kommission veranschlagten 154 Milliarden Euro. Es seien erhebliche Fortschritte bei der Erschließung und dem Anschluss von Haushalten gemacht worden.

Das FTTH Council Europe habe bei der Modellierung der Kosten den aktuellen Ausbaustand von europaweit 36 Prozent erschlossener Haushalte und elf Prozent angeschlossener Haushalte berücksichtigt. Die Glasfaseranschlüsse sollen Bandbreiten von mindestens 100 Mbit/s bieten und den Kunden optional ein Upgrade auf 1 Gbit/s ermöglichen.

Glasfaser werde beim Rollout von 5G eine entscheidende Rolle spielen. Die politischen Entscheidungsträger sollten daher laut FTTH Council Europe keine Kompromisse machen bei der Suche nach den besten Netzwerken für Europa.

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