Ausbaubilanz 2016

BUGLAS: Weitere 220.000 Haushalte mit Glasfaser erschlossen

Der Glasfaserausbau in Deutschland kommt voran, bis Ende 2016 gebe es laut BUGLAS knapp 2,7 FTTH/B-Anschlüsse. Die BUGLAS-Unternehmen hätten alleine rund 70 Prozent davon realisiert.

Glasfaser© Suprijono Suharjoto / Fotolia.com

Köln – Wenige Wochen vor dem Jahresende zieht der Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) Bilanz zum Glasfaserausbau in Deutschland im Jahr 2016. Die Gesamtzahl der FTTH/B-Anschlüsse erreiche Ende 2016 knapp 2,7 Millionen. Die BUGLAS-Mitgliedsunternehmen hätten in diesem Jahr 220.000 Wohn- und Geschäftseinheiten direkt mit Glasfaser bis in das Gebäude oder in die Wohnung erschlossen. Insgesamt hätten die BUGLAS-Unternehmen rund 1,9 Millionen FTTH/B-Anschlüsse realisiert.

BUGLAS als "Treiber beim echten Glasfaserausbau"

Damit seien durch die im BUGLAS organisierten Unternehmen 70 Prozent aller bisherigen Glasfaseranschlüsse in Deutschland erschlossen worden. Diese Zahlen gab der BUGLAS am Donnerstag auf Basis einer im Oktober und November unter den Verbandsmitgliedern durchgeführten Ausbauumfrage bekannt.

"Unsere Mitgliedsunternehmen haben 85 Prozent des gesamten bisherigen wettbewerblichen FttB/H-Roll-outs realisiert", betont BUGLAS-Geschäftsführer Wolfang Heer. "Sie sind damit ganz eindeutig die Treiber beim echten Glasfaserausbau", so Heer weiter. Bis Ende 2018 sollen rund 650.000 weitere Haushalte und Unternehmen direkt an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

BUGLAS fordert Gigabit-Strategie für Deutschland

Damit dies aber umgesetzt werden kann, seien die Unternehmer auch auf einen verlässlichen Wettbewerbsrahmen angewiesen. "Wir brauchen für Deutschland – darauf weisen wir seit mittlerweile zwei Jahren kontinuierlich hin - eine Gigabit-Strategie", fordert der BUGLAS-Geschäftsführer. Die Breitbandstrategie der Bundesregierung bis 2018, die bis dahin flächendeckend Internet-Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s vorsieht, sei investitionsbremsend und wettbewerbsschädlich. Es sei eine langfristig leistungsfähige und möglichst flächendeckende Telekommunikationsinfrastruktur erforderlich.

Auf dem Weg dahin seien willkürlich gesetzte Zielvorgaben für Download-Bandbreiten nicht förderlich. Als Konsequenz würde es dann etwa zum Einsatz von Vectoring in den Nahbereichen kommen. Doch Besserung scheint in Sicht: "Dass die Bundesregierung jetzt endlich die Gigabit-Gesellschaft ins Visiert nimmt und bei der Leistungsfähigkeit von Breitbandnetzen auch auf Parameter wie Upload-Rate, Latenz oder Packet Loss-Rate abstellt, ist immerhin ein Schritt in die richtige Richtung", so Heer.

200.000 Haushalte per FTTC oder per Kabelnetz erschlossen

Aber auch die BUGLAS-Unternehmen setzen nicht ausschließlich auf FTTH/B. In Orten, wo dies noch nicht wirtschaftlich realisiert werden könne, erschließen die Unternehmen Kabelverzweiger mit Glasfaser (FTTC) oder per TV-Breitbandkabelnetz (HFC). Über diese Anschlüsse seien 2016 knapp 200.000 Haushalte angebunden worden. Insgesamt würden die BUGLAS-Unternehmen nun über 3,11 Millionen Haushalte mit Highspeed-Internet per FTTB/H, FTTC und HFC versorgen. Bis Ende 2018 soll sich die Zahl der erschlossenen Haushalte auf 3,89 Millionen erhöhen. Einen Hoffnungsschimmer gebe es aktuell bei der tatsächlichen Buchung von direkten Glasfaseranschlüssen: 2016 würden rund eine dreiviertel Million Anschlüsse auch tatsächlich genutzt.

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Info: Was ist FTTH?

FTTH bedeutet, dass das Glasfaser-Kabel bis zum Gebäude verlegt wird - so lassen sich höhere Internet-Geschwindigkeiten realisieren.

So funktioniert Glasfaser © Deutsche Telekom AG